Familienhaus

Betreutes Wohn- und Begegnungsprojekt

Gäste- und Familienhaus Wohin mit den Jugendlichen die aus dem Kinderheim entlassen wurden und das normale Leben nicht kannten? Diese Frage musste gelöst werden und deshalb beschlossen die Vorstände der beiden Domus-Vereine bereits 1994/1995, mit dem "Familienhaus" ein weiteres Projekt zu beginnen.

Die Leitung des Hauses, sowohl das Baugeschehen als auch die Betreuung, lag von 1996 bis 2002 in den Händen der deutschen Mitarbeiter Dorit und Martin Korpowski. Mit Spendengeldern, die zum Großteil aus dem Jugenddankopfer 1995 der sächsischen evangelischen Jugendarbeit kamen, wurde ein altes Bauernhaus in Secuieni (Ùjszèkely) mit dazugehörigem Land gekauft. Das Haus wurde im Herbst / Winter 1996 grundlegend um- und ausgebaut.Familienhaus von der Seite

Die Grundsteinlegung für den Neubau innerhalb des Grundstücks erfolgte im Mai 1997. Im Rahmen des Workcamps im Sommer arbeiteten rumänische und deutsche Jugendliche gemeinsam am "Familienhaus". Es sind kleine Wohneinheiten mit zwei Schlafräumen, Küche und Sanitäreinheit entstanden. Im Erdgeschoss befinden sich Versammlungs- und Aufenthaltsräume sowie Küche und sanitäre Einrichtungen, Speisesaal, Aufenthalts- und Werkräume. Dieses schöne Haus konnte im April 2000 eingeweiht werden. Neben dem Betreuten Wohnen gibt es auch offene Angebote und Seminare, die von allen interessierten Jugendlichen genutzt und besucht werden können.

Piroska Lörinczi
Piroska Lörinczi
Peter Lörinczi
Peter Lörinczi

Ab 2002 leiteten ungarisch-rumänische Mitarbeiter das Haus: zuerst Marta und Rudolf Urban; danach Ida und Ferenc Kiss. Dazwischen gab es immer wieder Zeiten der Suche nach geeigneten Mitarbeitern. Zum 01.10.2008 begannen Piroska und Peter Lörinczi ihren Dienst im Haus. Seit vielen Jahren kocht Enikö Bán in der Küche des Familienhauses, leitet Jugendliche beim Kochen und Backen an, aber auch bei der Betreuung von Gästen und im Garten.

Neben der sozialen Betreuung wird jetzt in zunehmenden Maße der Obst- und Gemüseanbau sowie Haustierhaltung (Hasen, Hühner, Schafe und Ziegen bevölkern Hof und Garten) gefördert. Deshalb wird auch viel Wert darauf gelegt, dass diese Fertigkeiten erlernt und erlebt werden können. Außerdem gehen die Jugendlichen teilweise einer regelmäßigen Arbeit in einer der umliegenden Fabriken bzw. Werkstätten nach.