Das Ausbildungszentrum in Boldogfalva

2004 haben rumänische Regierungsvertreter die Domusvereine gebeten, neben der Jugendhilfe eine Berufshilfe für benachteiligte Jugendliche zu beginnen. Sie soll modellhaft das deutsche "duale Ausbildungssystem" abbilden, damit es Nachahmer in Rumänien finden kann.

Der deprimierende Beginn - die verfallen ehemaligen LPG-GebäudeSo haben wir aus den Vereinen heraus eine Stiftung gegründet und das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland gebeten uns mit seiner Fachkenntnis in der Ausbildung zu unterstützen. Das CJD ist ja in Deutschland der größte Ausbilder mit ca. 80 000 Auszubildenden und hat daher viel Kompetenz. So bilden wir seit 2006 im Baugewerke Maurer und Holzfacharbeiter aus. Das Geld für den Kauf des total verfallenen Ausbildungszentrums haben wir aus Spenden finanziert. Um unseren Standort herum warten ca. 1400 Jugendliche auf eine Ausbildung.

Gebäude für AusbildungszentrumBoldogfalva liegt zwischen Ujszekely mit dem Familienhaus und Keresztur "unsere Stadt" mit unserem Wohnprojekt und dem Büro. Von jedem unserer Standorte sind es ca. 3 km bis zum Ausbildungszentrum.

Kompliziert war die Übereignung des Geländes. Es hatte ca. 100 ehemalige Bauern des Dorfes als Grundbesitzer. Erst ein rumänisches Gesetz brachte uns in den Besitz des Geländes und die ersten Auszubildenden begannen mit der Reparatur der Gebäude.
Prinzip: "Learning by doing".

Die Leitung:

Leiter: Istvan Fazakas Istvan Fazakas, seid vielen Jahren Sozialpädagoge in unserem Verein, hat die Leitung des Ausbildungszentrums übernommen.


Unsere Maurerausbildung:

Die Maurerausbildung war ein Erfolg. AuszubildendeOrdnungZwei der dort ausgebildeten Jugendlichen besitzen jetzt eine eigene Baufirma. Zurzeit wird diese Ausbildung allerdings nicht mehr angeboten.

Ökologische Landwirtschaft

Im letzten Jahr 2008 wurde die Ausbildung in ökologischer Landwirtschaft begonnen. Bela Konz - Gärtnermeister - bildet die Lehrlinge praktisch aus und hält auch theoretischen Unterricht in der Berufsschule.

Die Ausbildung wird durch ein Projekt der Robert-Bosch-Stiftung gefördert. Dafür sind wir sehr dankbar.

Gewächshaus von außenGewächshaus innenMitarbeiter GärtnereiFeldarbeiten

Arbeit mit behinderten jungen Menschen

Für 10 geistig Behinderte aus dem Behindertenzentrum in Boldogfalva hat die Stiftung die Möglichkeit zur Arbeitstherapie. Diese hat nach den Mitteilungen des Behindertenzentrums zur Minderung der Behinderung/Krankheitserscheinungen beigetragen. Die praktische Tätigkeit hat eine positive Wirkung auf den körperlichen und geistlichen Gesundheitszustand der behinderten jungen Menschen und auf ihre Chancen einer sozialen und beruflichen Eingliederung.

Textilverarbeitung

Das Praktikum in Textilverarbeitung fand in der stiftungseigenen Werkstatt und im Betrieb ELKA International statt, wo eine Betriebsabteilung zweckmäßig für das Praktikum und auch für die Produktion eingerichtet wurde. Hier werden 14 Auszubildende von zwei Ausbildern begleitet. Wir arbeiten in beiden Bereichen mit unterschiedlichen Betrieben zusammen, wo die Auszubildenden Praktikum machen und dadurch berufliche Erfahrung an den möglichen späteren Arbeitsplatzen gewinnen. Die berufliche und psychosoziale Entwicklung der Auszubildenden wird ständig beobachtet und monatlich durch individuelle Gespräche und Tests bewertet.

Verkauf

Das Projekt zielt ab auf die Erhöhung der Integrationschancen der jungen Menschen durch praktische Ausbildung. Die Auszubildenden machen in unterschiedlichen zusammenarbeitenden Geschäften Praktikum, und so bekommen sie die entsprechende Berufserfahrung. So werden sie bei den Arbeitgebern bekannt, und nach dem Abschluss können sie angestellt werden. Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Berufsschule Zeyk Domokos und mit der Firma Szilveszter Comprod in Székelykeresztúr, mit finanzieller Unterstützung der Landesstiftung Baden-Württemberg.

Perspektive für die Zukunft

Im letzten Jahr wurden die Pläne noch einmal überarbeitet. Die Ausbildung zum Maurer soll auch in Zukunft wieder angeboten werden, die Holzwerkstatt wird in ein anderes Gebäude umziehen. In der alten Villa sollen Gästezimmer, ein Cafe und ein Laden entstehen, damit auch dort vor allem jungen Frauen eine Ausbildung ermöglicht werden kann.

Modell Café außenModell Café innen

Stand: Januar 2011